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10. Januar 2018

Schimmel richtig entfernen

In unserem Beitrag “Richtig lüften: Geben Sie Schimmel keine Chance!” geben wir Ihnen Tipps, wie Sie Schimmel in Ihrer Wohnung vermeiden. Doch manchmal hilft selbst das richtige Heiz- und Lüftungsverhalten nicht, denn die Ursache für Wohnungsschimmel kann auch in baulichen Mängeln liegen. So ist Schimmelbildung zum Beispiel im Bereich von Fensterlaibungen vor allem in unsanierten Altbauten ein häufiges Übel. Die Ursache ist laut dem Verband Privater Bauherren häufig ein unzureichend isoliertes Fenster auf dem sich Raumfeuchte niederschlägt. Feuchtigkeit sammelt sich immer dort, wo es am kältesten ist und bietet einen hervorragenden Nährboden für verschiedene Schimmelarten. Aber auch an kühlen Außenwänden schlägt sich der in der Luft enthaltene Wasserdampf nieder und begünstigt die Bildung von Schimmel. Was zu tun ist, wenn Sie plötzlich schwarze Stellen an Wänden, auf Fugen oder anderen Oberflächen entdecken, erfahren Sie hier.

 

Viele Schimmelarten leben nahezu überall

 

Da Schimmelsporen durch die Luft weiter transportiert werden, sind sie in jedem Gebäude zu finden. Ob sich der Schimmel dort ausbreitet oder nicht, hängt von den vorhandenen Lebensbedingungen ab. Das Nahrungsangebot in Gebäuden ist groß: Es reicht von Bodenbelägen, Tapeten, Gipskartonplatten bis hin zu Staub und Schmutzresten. Kommen weitere günstige Bedingungen hinzu wie ein gewisses Maß an Feuchtigkeit in Gebäudewänden oder Luft, wächst und vermehrt sich der Schimmelpilz. 

 

Bei Schimmelbefall sofort handeln

 

Wenn Sie Schimmel in Ihrer Wohnung entdecken, ist es wichtig sofort zu handeln, da sich der Pilz sonst weiter ausbreitet und die Sporen und Stoffwechselprodukte gesundheitsschädigend sein können. Mögliche Symptome bei Schimmelbefall sind tränende Augen, Müdigkeit, eine Infektion der Atemwege oder allergische Reaktionen. Neben der gesundheitlichen Belastung können zudem bauliche Schäden eintreten.

An diesen Stellen im Haus bildet sich bevorzugt Schimmel:

  • Fensterleibungen
  • Silikonfugen im Bad
  • Zimmerecken an Außenwänden
  • Wände hinter den Möbeln im Schlafzimmer
  • grundsätzlich in Räumen mit hoher Luftfeuchte wie z.B. Küche und Bad

Schauen Sie dort regelmäßig nach. Ein Befall kann auch vorhanden sein, wenn der Schimmel noch gar nicht sichtbar ist. Ein wichtiges Indiz dafür ist ein muffiger (erdiger) Geruch, den Sie beim Betreten der Wohnung bemerken. 

 

Die Oberfläche entscheidet

 

Glatte, geschlossene Flächen wie Metall, Glas, Keramik und Kunststoff lassen sich leicht und nachhaltig von Schimmel befreien. Poröse Materialien wie Tapeten oder Gipskartonplatten sollten vorsichtig entfernt und anschließend entsorgt werden. Auch vom Schimmelpilz befallene Polstermöbel sollten Sie entsorgen, da sich diese nicht reinigen lassen. 

Bei neu befallenen Flächen bis zu einem halben Quadratmeter, können gesunde Menschen selbst aktiv werden. Da bei der Beseitigung eine hohe Sporenbelastung in der Wohnung auftreten kann, raten wir immunschwachen Menschen oder Personen mit Atemwegsbeschwerden davon ab, Schimmel selbst zu entfernen. Sind größere Flächen von Schimmel betroffen, empfehlen wir Ihnen unbedingt die Begutachtung durch einen zertifizierten Fachbetrieb. 

 

Wichtig: Schutzkleidung tragen

 

Bei der Schimmelbeseitigung sollten Sie in jedem Fall entsprechende Schutzkleidung tragen: 

  • Putzhandschuhe aus Gummi
  • eine Arbeitsbrille und 
  • eine Atemmaske mit Feinstaubfilter (Kennzeichnung P2). 

Bevor Sie mit der Schimmelbeseitigung beginnen, treffen Sie bitte folgende Vorkehrungen: 

  • Polstermöbel und Textilien in benachbarte Räume stellen
  • Zimmertüren zu Nachbarräumen schließen 
  • Fenster weit öffnen. 

Verwendete Lappen oder Tücher gehören fest verschlossen in einer Tüte in den Hausmüll. Außerdem empfiehlt es sich der eigenen Gesundheit zuliebe, nach der Schimmelbeseitigung zu duschen und die Arbeitskleidung zu waschen.

 

Schimmelpilz selbst entfernen

 

Bei kleinen befallenen Flächen können Sie selbst ans Werk gehen. Die Verbraucherzentralen raten, wenn überhaupt, Flächen bis maximal einen halben Quadratmeter selbst zu behandeln. In Baumärkten und bei Ihrem Fachhändler gibt es dafür spezielle Schimmelentferner. Diese töten den Schimmelpilz ab und haben meist auch eine vorbeugende Wirkung. Die Ursache der Schimmelbildung beheben Schimmelentferner jedoch nicht, so dass nach wenigen Wochen erneut Schimmelflecken auftreten können. Lesen Sie bei den Produkten die Gebrauchsanleitung aufmerksam durch und beachten Sie die Arbeitsschutzhinweise auf den Verpackungen. Von chemischen Mitteln mit Chlorwirkstoffen (insbesondere Natriumhypochlorid) raten wir Ihnen jedoch ab. Diese sind zwar hochwirksam, können aber laut Stiftung Warentest gesundheitsschädliche Nebenwirkungen wie Haut- und Atemwegsreizungen hervorrufen. Zudem hält sich der Chlorgeruch oft wochenlang in der Wohnung. 

 

Wirksame Hausmittel

 

Sie können den Schimmel auch mit einigen Hausmitteln wirksam bekämpfen. Diese sind verhältnismäßig günstig und am Ende bleiben keine Chemikalien zurück. So wurden von Stiftung Warentest unter anderem Brennspiritus, Isopropylalkohol und Wasserstoffperoxid getestet und für “gut” bis “sehr gut” wirksam befunden.

Die Anwendung mit Isopropyl­alkohol oder Brenn­spiritus (diesen mit Wasser verdünnen im Verhältnis 3:1) ist einfach: Pinseln oder sprühen Sie die Lösung auf die befallene Fläche und lassen Sie diese trocknen. Wiederholen Sie den Vorgang ein- bis zweimal. Insbesondere der Putz unter der Tapete lässt sich gut mit alkoholischen Reinigern behandeln. 

Achtung Brandgefahr: Bei der Verwendung von alkoholhaltigen Mitteln darf kein offenes Feuer wie eine brennende Zigarette in den Raum gelangen. Auch hier gilt: Gut Lüften.

Wasser­stoff­per­oxid verwenden Sie am besten als drei­prozentige Lösung. Eine höhere Konzentration würde zwar aggressiver gegen den Schimmel wirken, könnte bei Kontakt aber auch Ihre Haut reizen. Diese Lösung sollten Sie ebenfalls mindestens zweimal auf die befallene Stelle auftragen.

 

Schimmel mit Essig beseitigen

 

Dieses Hausmittel mit seiner antibakteriellen Wirkung hat fast jeder im Küchenschrank stehen. Einem leichten Schimmelbefall auf Metall oder Keramik können Sie mit einer Essiglösung erfolgreich zu Leibe rücken. Doch Achtung: Bei einigen Oberflächen erzielen Sie mit Essig keine oder eine gegenteilige Wirkung. Zum Beispiel neutralisiert mineralischer Putz die Essigsäure und macht sie wirkungslos. Einige Schimmelpilze wachsen sogar gerne in einem sauren Milieu. In diesem Fall würde man deren Wachstum mit Essig noch fördern. Auch wenn der Einsatz von Essig in einigen Foren empfohlen wird, ist dessen Verwendung aus den genannten Gründen gut abzuwägen.

 

Beseitigung durch den Fachmann

 

Ist der Befall bereits älter oder großflächig, kann man davon ausgehen, dass der Schimmelpilz meist schon in Anstrich, Tapete und eventuell sogar in den darunter liegenden Putz eingedrungen ist. Eine Reinigung der Oberfläche ist dann nicht mehr ausreichend. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen zu Ihrer eigenen Sicherheit, sich an einen Fachbetrieb zu wenden. Dieser ermittelt auch die Ursache für den Befall, die neben falschem Heiz- und Lüftungsverhalten in baulichen Mängeln liegen kann. Um einer erneuten Schimmelbildung vorzubeugen, gilt es, die Ursachen fachmännisch begutachten und beseitigen zu lassen - auch im Sinne Ihrer Gesundheit. 

Bei einem vereinzelten Schimmelbefall auf einer Fläche ab zehn Quadratmetern kann von einer akuten gesundheitlichen Gefährdung ausgegangen werden und Sie sollten diesen Raum am besten nicht mehr betreten. Das Gleiche gilt für wesentlich kleinere Flächen mit dichtem flächigen Schimmelbewuchs. Sie erfahren bei den Gesundheitsämtern, welche Betriebe auf Schimmelbeseitigung spezialisiert sind. 

Fazit: Schimmelbefall bis zu einem halben Quadratmeter können Sie selbst entfernen. Größere Flächen gehören grundsätzlich in die Hände von Fachleuten, die auf Schimmelsanierung spezialisiert sind. Sie sind mit den nötigen Techniken und Schutzvorkehrungen vertraut und kennen mögliche Gefahren. 

Ob Sie den Schimmel selbst entfernen oder dies einem Fachmann überlassen, grundsätzlich gilt, die Ursache für die Schimmelbildung zu finden und zu beseitigen. Nur so verhindern Sie ein erneutes Auftreten und gewährleisten eine gesunde Raumluft für sich und Ihre Familie. Wer in seiner Mietwohnung Schimmel entdeckt, sollte den Schaden umgehend seinem Vermieter melden.

 

Schimmelbildung vermeiden

 

Im Laufe eines Tages sammeln sich in Wohnräumen durch Kochen, Waschen und Atmen mehrere Liter Wasser in der Raumluft an. Diese Luftfeuchte kann an kühlen Wänden oder Fenstern kondensieren und zur Schimmelbildung beitragen. Dies passiert vor allem in der kalten Jahreszeit, wenn die Temperaturunterschiede von Wohn- zu Außenbereich besonders groß sind. Indem Sie Ihre Wohnräume regelmäßig lüften, entweicht überschüssige Raumfeuchte. Wir empfehlen Ihnen ein Stoßlüften mehrmals täglich.

Doch regelmäßiges Lüften allein hilft meist nicht, Schimmelbildung zu vermeiden. Bei sanierungsbedürftigen Gebäuden liegt das Problem oft an ungenügend gedämmten und damit kalten Außenwänden. Raumfeuchte schlägt sich am kalten Mauerwerk nieder und es kann sich Schimmel bilden. Eine Dämmung der Fassade ist daher ratsam und löst das Problem. Bei neu gedämmten Fassaden mit alten Fenstern kann es passieren, dass nun die Scheibe des Fensters den kältesten Punkt im Raum bildet und sich Kondenswasser darauf niederschlägt, was ebenfalls Schimmelentstehung begünstigt. Mit besser gedämmten Fenstern - vor allem mit Wärmeschutzverglasung - lässt sich auch dies verhindern. Auf die richtige Raumfeuchte ist natürlich trotzdem zu achten. In diesem Sinne: Fenster regelmäßig weit auf!

Falls auch Sie über neue wärmedämmende Fenster nachdenken, beraten wir Sie gerne persönlich: Kommen Sie einfach vorbei in Leinfelden-Echterdingen, Böblingen, Tübingen oder Stuttgart.