8. August 2017

UV-Schutz von Markise & Co: So vermeiden Sie Sonnenbrand

Im Sommer würden wir am liebsten jede freie Minute auf Terrasse oder Balkon verbringen. Ausreichend UV-Schutz bietet ja die Markise - ist das wirklich richtig? Tatsächlich gibt es bei Markisenstoffen große Unterschiede, was den UV-Schutzfaktor (UPF) angeht. Mit diesen Tipps sind Sie unter Markise & Co optimal geschützt. 

UV-Schutzfaktor UPF: LSF für Textilien

Viele Menschen achten bei ihrer Sonnencreme auf einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor (LSF). Der LSF gibt an, wieviel länger man sich mit dem Sonnenschutzmittel in der Sonne aufhalten kann, ohne Hautschäden zu riskieren. Die Wenigsten wissen, dass es für Markise & Co ebenfalls Unterschiede beim Sonnenschutzfaktor gibt. Entsprechend dem LSF, wird für Textilien der UPF (Ultraviolet Protection Factor) angegeben. Anhand dieses Faktors können Sie erkennen, bis zu welchem Grad Markise, Sonnenschirm und Sonnensegel zuverlässigen UV-Schutz bieten.

In der Regel schützen dunkle, engmaschige Stoffe besser vor schädlicher UV-Strahlung als helle Stoffe mit einer hohen Dehnbarkeit. So hat beispielsweise ein weißes Baumwoll-Shirt einen UPF von maximal zehn und lässt somit noch ein Zehntel der UV-Strahlung durch. Beträgt die individuelle Eigenschutzzeit der Haut beispielsweise 20 Minuten, kann man sich - bekleidet mit einem weißen Shirt - zehnmal länger in der Sonne aufhalten (also maximal 200 Minuten), ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Bei intensiver Sonnenstrahlung ist es dennoch zweckmäßig, helle Kleidung zu tragen, da diese die Wärmestrahlung der Sonne stärker reflektiert als dunkle Kleidung.

Der richtige UV-Schutz von Markise und Co 

Der höchstmögliche Sonnenschutzfaktor für Textilien/Markisenstoff beträgt UPF 50+ (australisch/neuseeländische Norm) bzw. UPF 80 (UV Standard 801) und zeigt einen UV-Schutz von fast 100 Prozent an. Ein besonderes Qualitätsmerkmal bei Markisentüchern ist, dass auch helle Stoffe einen maximalen UPF erreichen können. Der UV-Schutz ist also auch bei hellen Markisentüchern optimal gegeben. Helle Tücher reflektieren zudem - wie alle hellen Oberflächen - einen großen Teil der Wärmestrahlung der Sonne. Das trägt dazu bei, dass Ihr Außenbereich angenehm temperiert bleibt, was sich auch in den angrenzenden Wohnräumen bemerkbar macht. Je dunkler eine Oberfläche hingegen ist, desto mehr Wärme wird absorbiert. Sprich: Sonnenlicht wird in Wärmeenergie umgewandelt und als Wärmestrahlung abgegeben.

Wenn Sie beim Kauf einer Markise auf einen UPF von mindestens 40+ achten, können Sie den Tag also unbesorgt auf Terrasse und Balkon verbringen. Ihrer Gesundheit zuliebe empfehlen wir Ihnen trotzdem, eine Ihrem Hauttyp entsprechende Sonnencreme aufzutragen bzw. sich zusätzlich durch Kleidung zu schützen. Denn auch wenn Ihr Außenbereich von oben geschützt ist, können von den Seiten her reflektierende Sonnenstrahlen einfallen. Mit einem seitlichen Sonnenschutz für Terrasse und Balkon lässt sich auch dieser Effekt vermindern.

Hinweis: Der UPF wird mit verschiedenen Prüfverfahren ermittelt. So gibt es die australisch/neuseeländische Norm, amerikanische Norm, europäische Norm und das deutsche Prüfverfahren UV Standard 801. Wegen der klimatischen Bedingungen in Australien (Ozonloch, starke Sonneneinstrahlung) gilt die australisch/neuseeländische Norm als besonders streng. Achten Sie bei dem Kauf von Markise und Co neben dem angegebenen UPF am besten auch auf das angewandte Prüfverfahren.

Die MR Gruppe berät Sie gern persönlich zu dem richtigen Sonnenschutz für Ihre Terrasse oder Ihren Balkon. Kommen Sie doch einfach an einen unserer Standorte in Leinfelden-Echterdingen, Böblingen, Tübingen oder Stuttgart.